Neue Nashörner erzählen von ihren City-Revieren

Machen das erste Rhino-Selfie: (v.l.) Künstler Oliver Mark, Jennifer Rickers (Fachbereich Marketing + Kommunikation) und Oberbürgermeister Thomas Westphal. © Roland Gorecki
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Bei DORTBUNT im Mai wurde die neue Grünfläche auf der Kampstraße zwischen Platz von Leeds und Platz von Netanya für kurze Zeit zum „Garten der Rhinos“. Unzählige „Selfies mit Rhino“ entstanden, als eine Herde von neun frisch gestalteten Quartiers-Nashörnern dort auftauchte. Danach wanderten die Nashörner an ihre neuen Stammplätze in ihren jeweiligen City-Quartieren.

Schon seit Jahren bereichern bunte, geflügelte Nashörner, die ursprünglich für das Konzerthaus standen, aber längst zum Markenzeichen für die ganze Stadt geworden sind, viele markante Punkte der Innenstadt. Die Quartiers-Rhinos reihen sich nun hier ein: Sie sind individuell gestaltet – passend zu ihrem jeweiligen Revier. Jedes Nashorn trägt einen Namen, der bereits viel über sein Zuhause verrät: Fred Flaneur auf der Kampstraße, Bella Bühne im Quartier Grüne Stadtbühne, Nino Nachtschwärmer im Brückviertel oder auch Paula Puls am Hellweg. Schon durch einen schnellen Blick auf das Outfit der Quartiers-Nashörner wird erkennbar, wofür sie stehen und was ihr Viertel ausmacht: Findet hier das Nachtleben statt oder kann ich hier eher einkaufen gehen? Finde ich kulturelle Einrichtungen? Mit den Schlagwörtern auf den Skulpturen werden die Rhinos fast zu Quartiers-Wegweisern.

Das Rhino-Konzept des Dortmunder Künstlers Oliver Mark stellt zum einen die Vielfalt der City und die Besonderheiten der Quartiere in den Mittelpunkt. Zum anderen verdeutlicht die Tatsache, dass alle Nashörner farblich und gestalterisch aufeinander abgestimmt sind, dass es sich hier um „eine Familie“ handelt, die für eine gemeinsame Linie steht: Alle neun Rhinos, alle neun Quartiere ergänzen sich und stehen in der Summe für eine starke Innenstadt.

 
Die neun geflügelten Nashörner stellen sich mit ihren Storys vor:

 

Willy Willkommen (Katharinenviertel)

Warmherzig begrüßt Willy Willkommen alle Gäste im Quartier – ganz gleich, ob sie aus der Ferne oder aus Dortmund kommen. Seine Highlights sind die Bibliothek und das Fußballmuseum, beide Teil der Kulturmeile. Die Katharinentreppe zwischen den beiden Einrichtungen sorgt als Entrée zur City für permanenten Zustrom neuer Besucher*innen. Willy Willkommen kennt keine Scheu, er begegnet allen ganz offen und ohne Vorurteil, freut sich über jeden neuen Kontakt. Wer die Katharinentreppe hochkommt und die Straße weiter bis zur Kampstraße geht, könnte mit viel Fantasie Zeuge werden, wenn sich Willy Willkommen mit seinem Kollegen Fred Flaneur aus der Kampstraße trifft, um im Nachbarquartier etwas zu unternehmen.

 

Fred Flaneur (Kampstraße)

Wenn Fred Flaneur über die Kampstraße, den Laufsteg der City, schlendert, kann er dort ständig etwas Neues erleben. Denn die Kampstraße wandelt sich nicht nur baulich in einem stetigen Prozess, sondern auf ihr findet das Leben in Vielfalt statt. Für die Zukunft sind viele überraschende Mitmachangebote sowie verschiedene Pop-up-Veranstaltungen für alle Altersgruppen geplant – mal sportlich, mal kulturell oder informativ, aber immer ganz nach Freds Geschmack.

Emine Erlebnis (Hansaviertel)  

Emine Erlebnis repräsentiert nicht nur jedes Jahr die Dortmunder Weihnachtsstadt, sondern auch den Platz des größten Weihnachtsbaums der Welt. Hier läuft sie auch gern mehrmals in der Woche über den Markt, um dort frische Blumen oder leckere Waffeln zu kaufen. Bei einem Fläschchen Wasser ruht sich Emine regelmäßig in einem der Cafés aus, um kurz danach noch schnell ihre Bankgeschäfte zu erledigen.        

 

Nikola Nachbarin (Klosterviertel)

Rund um die Klosterstraße gibt es ein ruhiges Wohnquartier mitten in der City. Zentraler zu wohnen, geht eigentlich nicht – davon ist Nikola Nachbarin fest überzeugt. Und das noch auf Grund und Boden, der so historische Schätze birgt wie ein altes Kloster oder das Fundament des mittelalterlichen Schwanenturms der Stadtmauer. Karitative und soziale Einrichtungen, in denen ganz unterschiedliche Menschen täglich zusammenkommen, zeichnen dieses Quartier ebenfalls aus. Das Reinoldinum gehört zum Beispiel mit dazu.

Bella Bühne (Grüne Stadtbühne)

Vom Theater über den Stadtgarten bis hin zum Friedensplatz mit Rathaus und Stadthaus erstreckt sich dieses Quartier, in dem Bella Bühne zu Hause ist. Ihr Quartier ist grün und lauschig, es kann aber auch genauso gut wild und bunt werden. Hier ist die Bühne für die Cityring-Konzerte, für Hochzeiten, für den Feierabendmarkt sowie für Skater und Urban Culture. Und die politische Bühne im Ratssaal wird auch bald wiedereröffnet.

 

Hugo Herzblut (Rosenviertel)

Hugo Herzblut repräsentiert das Quartier zwischen Rosental und Ostwallpark. Er steht für Emotionen und das Erleben von besonderen Geschäfts- und individuellen Gastro-Konzepten, die dieses Viertel ausmachen. Wer einen kulinarischen Ausflug machen oder beim Einkauf schlendern möchte oder das Besondere sucht, ist hier genau richtig. Hugo Herzblut freut sich jeden Tag darauf.

Paula Puls (Hellweg)

Paula Puls erlebt auf dem Hellweg nicht nur das pulsierende Innenstadt-Leben, sondern kann beim Schaufenster-Schauen gleichzeitig die Kunst im öffentlichen Raum bestaunen. Neben den vielen Shopping-Möglichkeiten gibt es hier auch Straßenkunst zu erleben. Und mitten im Trubel findet Paula immer eine Möglichkeit, sich mit Essen und Trinken schnell wieder zu stärken. An der Reinoldikirche genießt Paula im Paradiesgarten die Schönheit der gestalteten Natur inmitten der Stadt.

 

Nino Nachtschwärmer (Brückviertel)

Nino Nachtschwärmer weiß, dass er hier angesagte Kleidung bekommt. Wenn er Klassik hören will, geht er ins Konzerthaus. Abends kann er dann bis spät in die Nacht zu den Beats im Club tanzen oder sich in Bars und Kneipen mit seinem Freundeskreis treffen. Das reiche Angebot für den großen oder den kleinen Hunger stillt definitiv jeden Appetit. Nino Nachtschwärmer liebt das internationale Flair seines Quartiers, das für jede Stimmung etwas zu bieten hat.

Reinold Maria Rudel (Altstadtviertel)

Reinold Maria Rudel ist sehr gesellig. Die vielen Cafés und Restaurants machen es ihm leicht, sich auf einen Schwatz mit seinem Kumpel oder Verwandten zu treffen. Gerne mittendrin auf dem Alten Markt, dem historischen Zentrum der Stadt, dessen Umrisse sich über Jahrhunderte bis heute kaum verändert haben. Mit dem Marienkirchhof kennt Reinold Maria Rudel aber auch einen Ort mit Potenzial für eine ruhige Auszeit.

Schon bald sollen die Nashörner auch über ihre Reviere „sprechen“ können. Auf jedem Nashorn ist eine Position freigehalten für einen QR-Code. Der städtische Fachbereich Marketing + Kommunikation plant hier interaktive Aktionen. Als Selfie-Treffpunkt stehen die Rhinos schon jetzt jederzeit bereit. Wer #DoRhinos als Hashtag nutzt, wird mit seinem Foto gut wiedergefunden.

Den Hintergrund für die Idee der Nashörner bildet der gut anderthalbjährige Prozess „Miteinander.Mitte.Machen.“ In diesem Prozess arbeitete die Stadt unter Federführung des Amtes für Stadterneuerung gemeinsam mit dem Planungsbüro Stadt+Handel und zahlreichen Akteur*innen der City an der Zukunft der Innenstadt. Ein Ergebnis war die Herausarbeitung der neun City-Quartiere mit je eigenem Profil und eigener Entwicklungsperspektive. Sie bilden auch eine Grundlage für das kommende Citymanagement, das noch in diesem Jahr an den Start gehen soll. Mehr zu lesen über die neun Quartiere gibt es hier.

Für jedes Quartier hat die Stadt zudem ein kurzfristiges Starter-Projekt und ein längerfristiges, strategisches Projekt auf den Weg gebracht. „aufbruch city“ berichtete darüber in der ersten Ausgabe 2023.

 

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